Deutschland 2001
35 mm, Farbe
1:1,85, 8 Minuten, Dolby Stereo SR
Lobende Erwähnung FIlm-Kunst-Tage Ulm 2001

„Flügelfisch“ erzählt von einem nur scheinbar unspektakulären Erlebnis eines 12jährigen Mädchens: Im Aquarium der Schulbibliothek findet Lisa einen toten Zierfisch - einen Skalar. Als sie diesen Flügelfisch aus dem Wasser holt, löst das in dem Mädchen Assoziationen zu einem Schlüsselerlebnis aus, das sie vor kurzem hatte: Ein Baumhaus, Lisa und ihr bester Freund Alexander. Wie so oft verbringen die beiden ihren Nachmittag an diesem Geheimplatz. Ein Hauch von Harmonie und Einverständnis liegt über der Szenerie. Plötzlich verletzt sich Alex, er blutet. Lisa versucht die Wunde zu reinigen und es kommt dazu, dass sie ihren Mund auf die Wunde legt: Die Wärme des Fleisches des anderen. Den glitschigen Fisch auf ihrer Handfläche, stellt sich bei Lisa ein ähnliches Gefühl wieder ein. Was im Baumhaus eher zufällig entstand, führt sie dieses Mal ganz bewusst herbei. Bevor sie den Fisch seinem Schicksal im Klo überlässt, küsst sie ihn heimlich.

Ein poetischer Kurzfilm über die Schnittstelle von Kindheit und Pubertät.

Regie & Buch: Johannes Schmid
Kamera: Susanne Kellermann
Szenenbild: Tobi Kreissl, Alexandra Brettel
Kostümbild: Katja Raine
Schnitt: Regine Kogel-Plorin
Musik: Michael Heilrath
Redaktion: Claudia Gladziejewski

Produzenten: Philipp Budweg, Johannes Schmid
Eine schlicht und ergreifend-Produktion, gefördert vom FilmFernseh- Fonds Bayern und in Zusammenarbeit mit Filmbüro Franken, co-produziert vom Bayerischen Fernsehen.

Mit: Katherine Jungbauer, Lisa Brokmann, Max Felder, Sibylle Canonica, Lisa Wagner u. a.

„Flügelfisch“ war auf über 10 nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals zu sehen, u. a. in Oberhausen, und wurde im BR mehrfach ausgestrahlt.