Musical von Jerry Bock (Musik), Sheldon Harnick (Songtexte), Joseph Stein (Buch)

Musikalische Leitung: Philipp Armbruster
Inszenierung: Johannes Schmid
Bühnenbild: Michael S. Kraus, Daniel Unger
Kostümbild:Stefanie Bruhn
Choreographie: Michael Schmieder
Video: Jana Schatz
Choreinstudierung: Granville Walker
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek

mit: Hannes Brock (Tevje), Ilse Winkler (Golde), Ileana Mateescu (Tzeitel/Oma Tzeitel), Tamara Weimerich (Hodel), Anke Briegel (Chava), Lucian Krasznek (Mottel), Morgan Moody (Perchik), Petra Einhoff (Yente), Florian Schmidt-Gahlen (Wachtmeister) u.v.a.

Tanzensemble: Shaw Coleman, Bernardo Fallas, Olaf Reinecke, Raphael Spiegel, Hayato Yamaguchi, Victor Alfonso Zapata Cardenas

Opernchor des Theater Dortmund
Statisterie des Theater Dortmunds
Dortmunder Philharmoniker

Premiere: 19.10.2013 im Dortmunder Opernhaus

www.theaterdo.de

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Presse

„Regisseur Johannes Schmid zeigt in seiner optisch schmucken Inszenierung die Gratwanderung zwischen Tradition und Neuanfang, zwischen bitterer Armut und Lebensfreude, zwischen Humor und Tragik (...) ,Anatevka' ist das Tevje-Stück. (...) Kammersänger Hannes Brock ist dieser Tevje mit dem großen Herzen und ebenso viel Humor. Eine Schauspieler-Rolle, die der Sänger facettenreich auslotet. (...) Glänzend besetzt sind auch die die anden Rollen (...). Philipp Armbruster leitet die Dortmunder Philharmoniker, die auch Klezmer ausgelassen spielen können. Und die Dortmunder Oper bietet zudem mit einem Tanzensemble beim Hochzeitsfest alles auf, was gute Musical-Unterhaltung braucht. Großer Jubel.“
Julia Gaß in: Ruhr Nachrichten, 21. Oktober

"Ein Liebespaar hascht sich durch einen Birkenwald. Die schwarz-weißen Stämme bestehen aus liniengeraden Scherenschnitten, die Sommerfelder im Hintergrund erinnern an eine kolorierte Postkarte, und die Schäfchenwolken am Himmel stammen aus einem Projektor. Trotzdem wirkt die Szene filmreif, wie die ganze Inszenierung von 'Anatevka' im Dortmunder Opernhaus-. Johannes Schmid entwirft großes Gefühlskino in historisch anmutender Kulisse, tauch ein in das vorrevolutionäre russische Zarenreich. Wortwitz, Musik und Darsteller überzeugen."
Anke Schwarze in: Westfälischer Anzeiger, 21.10.2013

„Dank Hannes Brock verstreicht die Zeit wie im Fluge. Zudem findet Regisseur Schmid zunehmend eindringliche Bilder oder solche von opulenter Absurdität. Starker Beifall des Premierenpublikums.“
Wolfgang Platzeck in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 21.10.2013

"Johannes Schmid erzählt in seiner Inszenierung die bewegende Geschichte einer jüdischen Dorfgemeinsacht (...), einfühlsam und mit großer Liebe zu den Charakteren (...). Ein regelrechtes Traumpaar geben Ilse Winkler und Hannes Brock als Golde und Tevje ab. (...) Den wohl bewegendsten Moment erreichten Brock und Winkler in dem wunderbaren Duett ,Ist es Liebe?', in dem Tevje seine Frau nach 25 Jahren fragt, warum sie beide eigentlich zusammen sind. Philipp Armbruster rundet mit den flott aufspielenden Dortmunder Philharmonikern den Abend wunderbar ab, so dass es am Ende lang anhaltenden und begeisterten Applaus für alle Beteiligten wird. Diese Produktion dürfte sich in dieser Besetzung und Inszenierung zu einem Kassenschlager der Spielzeit entwickeln.“
Thomas Molke in: Online Musik Magazin, 20.10.2013

„Glück hatte Dortmund mit den Darstellerinnen der Damen, alles Opernsängerinnen, was der musikalischen Seite sehr zu Gute kam. Zusätzlich spielten und sprachen Ileana Mateescu als Tzeitel, Tamara Weimerich als Hodel und Anke Briegel als Chava ihre Rollen als Liebende sehr eindrucksvoll. Auch die drei Ehemänner zeigten sich als gute Sänger und Darsteller. Lucian Krasznec als Mottel glänzte durch tenorale Stimmbeweglichkeit. Morgan Moody fand innige Töne für sein Liebeslied. Auch alle anderen der über zwanzig Partien waren passend besetzt, wobei Thomas Günzler als Fleischer Lazar Wolf in Stimme und Spiel besonders jiddisch wirkte und Blazej Grek als russischer Vorsänger durch sein Tenorsolo beeindruckte. (...) Das Publikum im gutbesuchten Haus applaudierte allen Mitwirkenden herzlich, vor allem Tevje, Golden, Töchtern und Schwiegersöhnen, aber auch dem Leitungsteam.“
Sigi Brockmann in: deropernfreund.de, 21.10.2013


"Regisseur Johannes Schmid gibt mit seiner Inszenierung einen sensiblen Einblick in das jüdische Leben Anfang des letzten Jahrhunderts. (...) Für das Ensemble war neben dem Gesang die schauspielerinschen Anforderungen eine große Herausforderung: Dass sie beides können, haben sie hier wieder einmal gezeigt! (...) Ein großes Lob gehört Regie, Kostümen und Bühne, gerade weil sie keinen direkten Bezug zum Dritten Reich machen. Denn deshalb bleibt das letztendliche Schicksal der osteuropäischen Juden in jeder Sekunde spürbar. Besonders in den Szenen, in denen die Russen ihre Macht zeigen, kommen die Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg automatisch in den Kopf. Gerade weil diese Welt für immer brutal zerstört wurde, sollten wir in 'Anatevka' mehr sehen, als nur 'Wenn ich einmal reich wär'. (...) Ein gelungener Musical-Abend wurde vom Publikum begeistert gefeiert."
ars-tremonia.de, 20.10.2013