Die überspannte Person

Einakter von Arthur Schnitzler

Regie: Johannes Schmid
Technik: Ruth Bader
Assistenz: Barbara Glökler

mit: Katrin Morchner, Christian Haffmann

Einmalige Vorstellung im Rahmen des Kurses „Regie 2“/Theaterwissenschaft Erlangen im Experimentiertheater der Uni Erlangen am 29. Juli 1997


In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa

Ein erotischer Bilderbogen von Federico Garcia Lorca

Regie: Johannes Schmid
Bühne: Mirjam Steinborn
Licht: Martin Stevens
Dramaturgie: Eva Schifferdecker
Regieassistenz: Barbara Glökler

mit: Christian Haffmann, Kristin Bohn, Simone Voggenreiter, Juliane Schröter, Merve Harders, Ildiko Rippel

Premiere am 11. November 1997 im Experimentiertheater der Uni Erlangen, eine Co-Produktion von „schlicht und ergreifend“ und der Theaterwissenschaft Erlangen

Schwierig, diese hochtheatrale Versuchsanordnung auf die Reihe zu kriegen, ohne ins Kunsthandwerklich-geschmäcklerische abzugleiten. Davon ist Johannes Schmids Inszenierung nicht ganz frei, aber dank des Flugreise-Kniffs bringt sie es fertig, das feine Gespinst immer wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. (...) eine einnehmende Phantasie, ein intensives Traumspiel.
(Manfred Koch in Erlanger Nachrichten vom 13.11.1997)


Leviathan

Stück von Dea Loher

Regie: Johannes Schmid
Regiemitarbeit: Barbara Glökler
Bühne: Johannes Schmid
Dramaturgie: Ruth Bader
Licht: Martin Stevens, Ruth Bader

mit: Christine Walz, Änne-Kristin Diederich, Simon Brauer, Sascha Kaufmann, Katrhin Veser, Frank Strobelt

Premiere am 03. Dezember 1998 im Bühnenhaus des Markgrafentheaters Erlangen im Rahmen des Festivals „Podium Freie Szene 1998“, eine Produktion von „schicht und ergreifend“

Schmid fokussiert den Blick auf die Hauptperson, entwickelt aus dem filigran entworfenen Netz innerer wie äußerer Abhängigkeiten eine sensible Psychostudie, die seelische Achterbahnfahrt einer Frau unter enormem Druck und Einfluss. (...) Eine geschlossene Ensembleleistung, intensiv, packend, nahe gehend.
(Manfred Koch in Erlanger Nachrichten vom 05.12.1998)


Zwischen den Tönen

ein szenischer Liederabend

Regie: Johannes Schmid
Idee und Entwurf: Barbara Pöschl
Arrangement: Christoph Schmid
Licht: Ruth Bader

mit: Barbara Pöschl und Christoph Schmid (p)

Premiere am 21. Januar 2000 im Salzstadel Landshut, eine Produktion von „schlicht und ergreifend“, zahlreiche Gastspiele

„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ hat Friedrich Hollaender der Dietrich auf den Leib geschrieben, und von ihr es in unserer Vorstellung nicht zu trennen. Dachten wir jedenfalls solange, bis Barbara Pöschl eben dieses Lied beim Zähneputzen sang und ihm dabei beiläufig verfremdend eine ganz neue Existenz gab. Überhaupt so losgelöst, frech und frei lief im Landshuter Salzstadel ab, was bedeutungsschwer als „Szenischer Liederabend mit Werken von...“ angekündigt war. (...) es geht um die Liebe. Allerdings nicht um die großen, so oft tragisch endenden Leidenschaften, sondern um den Alltag der Liebe. (...) Die Regie von Johannes Schmid setzt auf die Beleuchtung mehr als auf die Requisite. Auf der Bühne nur zwei Menschen, Mann und Frau, und der Flügel; daraus formt er immer neue, schlüssige Bilder zu den gesungenen Aufschwüngen und Abstürzen, mit Witz, Ironie und Sensibilität.
(Herrmann Metzger in Landshuter Zeitung vom 24.01.2000)


Eine Woche voller Samstage

Kindermusical von Paul Maar und Rainer Bielfeldt

Regie: Johannes Schmid
Musikalische Leitung: Michael Bauer
Choreographie: Birgitt Schneider
Bühne: Udo Vollmer
Kostüme: Anke Friedrich
Maske: Sylvia Niehues
Projektleitung: Veronika Keglmaier

mit: Franziska Ball, Petra Hofmann, Antje Mönning, Joachim Bauer, Malte Friedrich, Matthias Kupfer und Timo Verbole (sax), Thomas Anleitner (keys), Ralf Funk (e-bass), Gerwin Eisenhauer (drums)

Premiere: 08. Juni 2002, KULTURmobil des Bezirks Niederbayern

Teilnahme Bayerische Theatertage 2003 in Hof

Kann man nach vier Bänden von Paul Maars Sams-Buch und dem Sams- Film das rothaarige Frech-Dings mit den blauen Sprossen im Gesicht tatsächlich schon wieder sehen? (...) Erstens: Zielgruppe eins, die Kinder können immer. (...) Aber Zweitens? Zielgruppe zwei, die Erwachsenen? Auch wer nicht geglaubt hat, dass soviel Sams-Erfahrung noch zu toppen sei, wird hier eines Besseren belehrt. (...) Dass man aus den Beschränkungen der eigenen Situation eine Tugend macht beim Kulturmobil, ist der Kern der Inszenierung (...) und macht seine besondere Qualität aus: Die ideale Mischung aus Minimalismus und Opulenz. Auch die Handlung kürzt Regisseur Johannes Schmid auf ein Minimum (...) und zeichnet dafür seine Figuren umso intensiver (...). Was die professionelle Minimal-Besetzung aus einem Auto heraus zu zaubern in der Lage ist, sucht seinesgleichen!
(Anke Humpeneder in Landshuter Zeitung vom 15.08.02)

Kindertheater, wie es sein sollte, bot das Ensemble des „Kulturmobils Niederbayern“ am Samstag und am Sonntag zum Nulltarif auf dem Hofer Schlossplatz im Rahmen der Bayerischen Theatertage. (...) In einer liebevollen Inszenierung gelingt es dem Ensemble (...) mit wenigen Mitteln eine wunderbare kleine Sams-Welt auf die Bühne ihres Kultur-Trucks zu zaubern, wobei die sechs Schauspieler geradezu halsbrecherisch über den ganzen Lkw turnen und tanzen, im fliegenden Wechsel die Szenen bauen und die schönen Lieder des Musicals singen.
(Kerstin Starke in Frankenpost vom 02.06.03)


Amphitryon

Lustspiel von Jean Baptiste Molière

Regie und Liedtexte: Johannes Schmid
Musik: Michael Bauer
Bühne: Udo Vollmer
Kostüme: Anke Niehues
Choreographie: Birgitt Paulus
Maske: Sylvia Niehues
Projektleitung: Dr. Max Seefelder

mit: Petra Hofmann, Victoria Mayer, Matthias Friedrich, Matthias Kupfer, Jan Messutat, Jochen Strodthoff und Ralf Funk (kb), Thomas Anleitner (akk), Pit Holzapfel (e-guit, trb)

Premiere: 19. Juni 2004, KULTURmobil des Bezirks Niederbayern

Für die Erwachsenen inszenierte Johannes Schmid Jean-Baptiste Molières Lustspiel „Amphitryon“, das von gesellschaftlichen Machtstrukturen, vom zunehmenden Identitätsverlust der Menschen, und von der Rücksichtslosigkeit der Götter handelt (...) als kurzweiliges Singspiel, dessen Liedtexte er selbst verfasste.
(Landshuter Zeitung vom 18.06.04)

Trotz Regen und Fußballübertragung (...) lockte am Samstag die Abendaufführung von Molières Lustspiel „Amphitryon“ wieder eine große Besucherschar an. Sie amüsierten sich köstlich über die mit viel Witz und Ironie erzählte Geschichte (...), die die harten Sitzbänke, wie sie nun einmal zum „fahrenden Theater“ gehören, ganz schnell vergessen ließ. Dem Regieteam und den Schauspielern ist es hervorragend gelungen, die zeitgenössische Musik von Michael Bauer mit dem klassischen Stoff und der Sprache Molières in Einklang zu bringen. (Rottaler Anzeiger vom 21.06.04)

Am Abend stand „Amphitryon“ auf dem Programm. Was hier geboten wurde, war allerbeste Schauspielkunst, und das alles bei freiem Eintritt. (...)  Erfrischend, spannend und unterhaltsam, so lautete das Urteil der Besucher.
(Straubinger Tagblatt vom 05.07.04)


Unser Muni

von Margrit Bischof, Sämi Bischof, Werner Bodinek und Urs Steiner

Regie und Bearbeitung: Johannes Schmid
Bühne und Kostüme: Marie Holzer
Musik: Michael E. Bauer
Songtexte: Johannes Schmid
Choreographie: Birgitt Paulus
Dramaturgie: Bettina Maurer

mit: Aurel von Arx, Hergard Engert, Hermann Große-Berg und Heinz Hox (akk)

Premiere: 09. März 2008, Rheinisches Landestheater Neuss (Studio)

Eine wunderschöne kleine Geschichte über das Großwerden, das Woher und Wohin des Lebens, ist „Unser Muni“ (...). Regisseur Johannes Schmid hat aus dem Stück des Schweizer Autorenkollektivs „ond-drom“ ein liebevoll inszeniertes fröhlich-buntes Spektakel gemacht, das jungen Zuschauern viel zu hören und zu sehen, und vor allem eine Menge Spaß bietet. Schon im Foyer des Studios empfing die schokoladenbraun-gefleckte Kuhfamilie ihr Publikum und entführte es mit einem putzmunteren Ohrwurm in die heile Welt der Berge und glücklichen Kühe. Mit saftig-grünen Hängen, flauschigen Wölkchen am sonnigen Himmelblau und natürlich einem weißgetupften Gipfel hat Ausstatterin Marie Holzer eine wunderbar behagliche Augenweide für Munis Geschichte geschaffen. Auf dem Akkordeon begleitete Heinz Hox die stimmungsvollen und eingängigen Lieder, mit denen Komponist Michael Emanuel Bauer das Stück zu einem klangvoll-mitreißenden Ohrenschmaus gemacht hat. Großen Spaß macht es vor allem, zu sehen, wie genau Johannes Schmid typische Bewegungen und Verhaltensweisen der Kühe beobachtet hat und exakt umsetzt: Liebevoll muhend reiben Aurel von Arx als Jungbulle Muni, Hergard Engert als Mama Harmuhnika und Hermann Große-Berg als Papa Louis die Köpfe aneinander, stampfen nervös mit den Hufen, wenn sie aufgeregt sind oder sich ärgern, wackeln am Futtertrog fröhlich mit den Hinterteilen. Zwischen leicht reizbarem Stier und stolzem Vater findet Hermann Große-Berg genau den feinen Grat, ist für die Zuschauer ebenso plausibel als ehrgeiziger Kämpfer wie als liebevoller „Babu“. Hergard Engert ist eine wunderbare Kuhmama mit rosafarbener Umhängetasche in Euterformat (...). Kein Wunder, dass es für Muni nicht leicht ist, zwischen den Erwartungen des Vaters und der Fürsorge der Mutter den eigenen Weg zu finden: Aurel von Arx ist rundum großartig als verträumter Jungstier (...). Egal, ob er schmollend mit dem Huf aufstampft oder mit ratlos-orientierendem Kinderblick seine Eltern beobachtet, wenn sie mal wieder darüber streiten, was aus Muni werden soll: In jeder Minute ist er eine fabelhafte Kombination aus Kind und Jungbulle. So gelingt Johannes Schmid und seinem Team ein komisches, unterhaltsames und einfühlsames Stück, vor allem aber eine gradlinig und einleuchtend erzählte Geschichte über einen der elementaren Konflikte zwischen Eltern und Kindern.
(Dagmar Kann-Coomann in Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 11.03.08)